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Bettwanzen: Das wohl lästigste Urlaubssouvenir der Welt

Die meisten Menschen befällt ein Ekelgefühl, wenn sie nur darüber nachdenken: Bettwanzen sind eine echte Plage und treten immer häufiger auf. Betroffene indes greifen am besten sofort nach dem Entdecken der Plagegeister zum Telefon und rufen einen Schädlingsbekämpfer an. Denn eines steht fest: Ruhig schlafen können sie erst wieder, wenn die Profis den Kampf gegen die blutsaugenden Insekten gewonnen haben. Und das kann dauern.

Bettwanzenbekämpfung gehört in die Hände eines Fachmanns

Bekanntermaßen ist ja gegen alles ein Kraut gewachsen. Doch bei Bettwanzen kommt man in Eigenregie mit Hausmitteln oder einfachen Insektiziden nicht weiter. Es braucht einen Profi für Ungeziefer- und Schädlingsbekämpfung. Dieser wird mehrfach in der Wohnung den Blutsaugern mit zugelassenen Produkten den Garaus machen. Meist müssen die Profis im Abstand von zwei bis vier Wochen drei Mal anrücken. Dies hängt von der Stärke des Befalls sowie der tatkräftigen Mithilfe der Betroffenen ab. Zudem braucht es seine Zeit, die Wanzenpopulation auszurotten, da die Folgegeneration erst später aus den Eiern schlüpft.

Bettwanzen erkennen

Professionelle Entrümpelungen einer Messi-Wohnung bringen nicht selten auch Bettwanzen zum Vorschein. Doch ein tolles Sammlerstück vom Flohmarkt, Besuch von außerhalb oder einfach nur der Rucksack aus dem Urlaub reichen bereits aus, um einen Befall mit Bettwanzen zu erleiden. Keinesfalls spielt mangelnde Hygiene eine Rolle. Die blutsaugenden Insekten sind etwa vier Millimeter lang und haben eine rotbraune Färbung. Nachts, während der Dunkelheit, krabbeln sie aus ihren Verstecken und gehen auf Nahrungssuche. Dabei bevorzugen sie Menschenblut. Betroffene merken am nächsten Tag, manchmal sogar erst später, juckende Quaddeln auf ihrer Haut. Diese lassen sich selbst von Hautärzten kaum von anderen Insektenstichen unterscheiden. Hinweise auf Bettwanzenbefall sind unter anderem kleine schwarze Klumpen von Kot auf den Laken oder auf der Tapete. Bettwanzen halten sich tagsüber hinter Bodenleisten, in kleinen Ritzen und Spalten, unter unversiegeltem Parkett oder Laminat, an Leitungsrohren oder hinter loser Tapete auf.

Hilfreiche Maßnahmen in betroffenen Wohnungen

Wie bereits erwähnt, gehört die Bettwanzenbekämpfung in Fachhände. Der Schädlingsbekämpfer, umgangssprachlich auch Kammerjäger genannt, bekämpft nicht nur die unliebsamen Insekten. Außerdem berät er ausführlich, welche hilfreichen Maßnahmen die Betroffenen selbst unterstützend durchführen können. Dazu zählen beispielsweise:

  • Kontaminierte Dinge luftdicht verpackt für drei Tage bei -18°C einfrieren
  • Kontaminierte Gegenstände bei mindestens 55°C für eine Stunde erhitzen (zum Beispiel im Backofen oder der Sauna)
  • Wäsche bei 60°C im längsten Programm waschen und möglichst heiß trocknen
  • Keine befallenen Gegenstände in einen anderen Raum bringen
  • Gründlich staubsaugen und den Staubsaugerbeutel luftdicht in einem fest verschlossenen Plastikbeutel für drei Tage einfrieren und dann entsorgen

Fazit: Bekämpfen Sie Bettwanzen niemals in Eigenregie. Ziehen Sie in jedem Fall einen professionellen Schädlingsbekämpfer hinzu. Bis die Wohnung frei von den blutsaugenden Plagegeistern ist, kann es bis zu vier Wochen dauern. Bis dahin befolgen Sie am besten die Anweisung des Kammerjägers und unterstützen ihn nach bestem Gewissen bei seiner Arbeit.

Quellen:

Deutscher Schädlingsbekämpferverband e.V. – Bettwanzen

Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. – Bettwanzen

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