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Schutz vor Insekten in Haus und Wohnung – Wirksame Maßnahmen im eigenen Heim

Die warmen Jahreszeiten könnten so schön sein – wenn sie nicht auch Insekten in großer Anzahl auf den Plan rufen würden. Um das eigene Heim vor den Lästlingen zu schützen, finden sich zahlreiche Tipps und Methoden. Aber was ist wirklich sinnvoll?

Bild: insektenstop.net

Lockstoffe beseitigen

Ameisen, Fliegen, Mücken, Wespen und Bienen werden von verschiedenen Lockstoffen angezogen. Wer Wohnung und Haus effektiv vor den Insekten schützen möchte, sollte diese zunächst beseitigen. Die folgenden Tipps helfen dabei:

– Licht: Nicht nur Motten werden von Lichtquellen angezogen, auch auf andere fliegende Insekten wirkt die Helligkeiten von Lampen wie ein Magnet. LED-Lampen sollen wesentlich weniger Lästlinge anziehen. Dazu sind sie auch noch sparsam im Stromverbrauch.
– Lebensmittel und Getränke: Obst und Gemüse, Getränke und andere offenstehende Nahrungsmittel sind ein gefundenes Fressen für Ameisen, Fliegen und Co. Geruchsdichte Verpackungen und eine Aufbewahrung im Kühlschrank beseitigen die Lockstoffe.
– Müll: Die Reste vom Apfel und Salat aber auch Rückstände in Verpackungen – nicht nur Biomüll hat eine hohe Anziehungskraft auf Insekten. Am besten wird Müll daher umgehend außerhalb der Wohnung entsorgt. Wer lediglich einmal täglich dazu kommt, sollte ihn bis dahin zumindest so luftdicht wie möglich aufbewahren.
– Tierstreu und -futter: Katzentoiletten und Käfige locken zwar keine Ameisen an, die Gerüche rufen aber zumindest Fliegen auf den Plan. Aus diesem Grund sollten Exkremente täglich beseitigt werden. Ebenso wie offenstehende Futtermittel.

Fliegengitter für Fenster und Türen – haltbarer Schutz vor Insekten

Jeder kennt sie, viele nutzen sie – die Fliegengitter. Die Schutznetze gibt es jedoch in verschiedenen Ausführungen und nicht alle sind gleichermaßen für jeden geeignet. Hier gibt es daher die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:

– Klett oder Rahmen: Klettband auf den Fensterrahmen kleben, Netz darauf anbringen, fertig. Die Montage von Insektenschutznetzen mit Klettverband ist einfach, die Produkte sind kostengünstig und die Fenster lassen sich weiterhin problemlos schließen. Fliegengitter mit Rahmen sind dafür beständiger und lassen nicht so leicht Lücken zum Fensterrahmen entstehen. Dafür kosten sie jedoch mehr und bei der Montage ist ein etwas höherer Aufwand erforderlich.
– Metall oder Kunststoff: Metall ist beständiger und gerade bei im Haushalt lebenden Katzen notwendig. Denn den Krallen sind die meisten Fliegengitter aus Kunststoff nicht gewachsen. Kunststoff, meist Fiberglasgewebe oder Polyester, lässt sich hingegen einfacher zuschneiden und ist meist kostengünstiger. Dafür wird es durch Sonneneinstrahlung jedoch auch relativ schnell brüchig.
– Insektenschutz oder Pollenschutz: Keine Lust auf Insekten und zugleich eine Pollenallergie? Dan lässt sich das Lüften mit Pollenschutzgittern gleich doppelt sichern. Diese sind enger gewebt, dafür aber auch kostenintensiver.
– Schutztür oder Lamellenvorhang: Um Türen zu schützen, können Vorhänge oder Netztüren verwendet werden. Der Vorteil der Vorhänge ist wiederum die einfache Montage und ein meist niedrigerer Preis. Allerdings können sich einzelne Lamellen, beispielsweise durch Wind, schnell verdrehen und dadurch Lücken schaffen. Wird die Tür auch zum Lüften genutzt, sind Insektenschutztüren also die sichere Wahl.
– Schwarz oder Weiß: Weiße Insektenschutznetze sind zwar nicht blickdicht, erzeugen durch ihren hohen Kontrast zum Umfeld aber zumindest einen semitransparenten Sichtschutz. Schwarze Fliegengitter lassen hingegen eine klarere Sicht zu. Wer also weiterhin die Umgebung im Auge behalten möchte, sollte schwarze Insektenschutzgitter wählen. Wer hingegen auch beim Lüften auf die Privatsphäre achten muss, ist mit weißen Netzen besser beraten.

Unser Tipp: Fliegende Insekten lassen sich auch mit aufgehängten Moskitonetzen von Tisch und Bett fernhalten. Das funktioniert in Innen- und Außenbereichen wunderbar und erzeugt zugleich noch eine exotische Optik.

Abschreckend für Insekten – praktisch und frisch für Menschen

Trotz keiner vorhandenen Lockstoffe und selbst mit Insektenschutznetzen lässt sich nicht jeder Schädling fernhalten. Sogenannte Repellents erhöhen daher den Schutz von Haus und Wohnung durch ihre abschreckende Wirkung. Zur Chemie muss dafür aber nicht gegriffen werden, natürliche Mittel sind sicherer und meist kostengünstiger. Geeignet sind unter anderem:

– Basilikum
– Bohnen
– Citronella
– Geranien
– Kapuzinerkresse
– Katzenminze
– Knoblauch
– Lavendel
– Pfefferminze
– Rosmarin
– Tomaten
– Wermut
– Winterbohnenkraut
– Zitronenmelisse

Die genannten Gewächse wirken übrigens nicht nur gegen Insekten, wenn sie direkt vor und neben Fenster und Türen gepflanzt werden. Auch ätherische Öle aus ihnen halten die Plagegeister fern.

Besser als Kombination

Ausschließlich Insektengitter zu verwenden bringt zwar bereits eine große Sicherheit gegen Insekten in Haus und Wohnung, finden die Lästlinge aber eine Lücke, werden sie in den Wohnräumen trotzdem ihr Unwesen treiben. Besser ist es daher, die vorgestellten Methoden miteinander zu kombinieren. Auf diese Weise könnten sich Insekten tatsächlich nur noch versehentlich in menschliche Heime verirren.

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