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Was ist eigentlich ein Blockhaus?

Das Ausrufezeichen eines Blockhauses ist das Material. Es kommen nämlich waagerecht übereinanderliegende Baumstämme zum Einsatz (entweder roh oder bearbeitet), die auch für das typische Muster verantwortlich sind. Die Ecken überlappen sich und man kann ohne weiteres von einem Holzhaus in Blockbauweise sprechen. In Skandinavien sind Blockhäuser Tradition, aber auch Mitteleuropa hat sie für sich entdeckt. Es handelt sich außerdem um einer der ältesten Holzbauweisen, viele werden diese auch mit einer Hütte im Wald verbinden.

Ist der Innenraum auch aus Holz?

Wer an einem Blockhaus aus hochwertigem Holz interessiert ist, der kommt ohne Fachmann nicht weiter. Schließlich geht es nicht nur um die Suche nach der richtigen Baumart (Fichtenholz oder sibirische Lärche zum Beispiel), sondern es muss auch der Innenraum professionell verkleidet werden. Auf den ersten Blick wäre es logisch, wenn auch dieser eine hölzerne Verkleidung aufweisen würde. Zu empfehlen ist diese Entscheidung aber nicht immer, denn die Innenräume könnten unter Umständen schwer und düster erscheinen. Auch bei Ausbesserungsarbeiten sind holzverschalte Hände nicht das Goldene vom Ei, da sich beispielsweise Bohrlöcher nicht so einfach verschließen lassen. Besser ist der Griff zu einer Gipskartonverkleidung, die einen Brandschutz gewährleistet und auch direkt einen streichfähigen Untergrund bieten.

Bei der Decke setzt man auf Tramdecken. Das bedeutet, dass Holzbalken verlegt (Abstand rund 70 Zentimeter) und darauf eine Bretterlage aufgebracht wird. Diese dient als Fußbodenaufbau und man kann zum Beispiel einen Holzfußboden darüberlegen. Die Unterseite wird verschalt und bei speziellen Bereichen – wie dem Bad – dient Estrich als Unterlage. Darauf können anschließend problemlos Fließen verlegt werden.

Ein paar Vorteile im Überblick

– Bauzeit von nur wenigen Wochen

– gesundes Raumklima im Innenraum

– deutlich geringeres Schimmelrisiko, da Holz überschüssige Feuchtigkeit speichern kann

– Holz besitzt von Haus aus gute Dämmeigenschaften

– das Naturprodukt lässt sich einfach bearbeiten und kann in fast jede Form gebracht werden

– Renovierungsarbeiten sind relativ kostengünstig

Auch den Holzschutz nicht vergessen

Im Vergleich zu Massivbaustoffen zieht Holz Schädlinge an. Damit sind beispielsweise Nagetiere gemeint, die durchaus beträchtliche Schaden an Holzbauteilen anrichten können. Um diese Gefahr von Anfang an klein zu halten, sind entsprechende Holzschutzmaßnahmen ein wichtiges Thema. Vergisst man diese, dann kann man sich zumindest mit dem Gedanken trösten, dass die Reparatur „günstig“ ist.

Wie sieht es mit der Lebensdauer aus?

Ein Blockhaus hält nicht ewig. Entscheidet man sich für heimisches Fichtenholz, dann liegt der Richtwert bei etwa 100 Jahren. Das ist zwar weit von einem Massivhaus entfernt, doch man kann mit dem richtigen Material (massive Stämme) auch solche Werte erreichen. Die Lebensdauer hängt also in erster Linie vom gewählten Holz und von den getätigten Instandhaltungsmaßnah

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