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Anleitung: So baut man sich sein eigenes Heimkino

Ein vollständiges Heimkino – ein Traum für alle Film-Fans, die auch zuhause in den Genuss von dröhnendem Sound und riesigen Bildern kommen wollen.

Doch worauf muss man genau achten, wenn man sich an das Zusammenstellen eines eigenen Entertainment-Systems macht?

Der Raum

Die Größe des Raums ist bestimmend – sie gibt zum Beispiel an, ob ein Projektor oder ein Bildschirm eingesetzt werden kann. Grundlegend sind außerdem gute Rollos oder Gardinen: Einfallendes Licht sorgt sonst für Spiegelungen oder ausgewaschene Farben. Auch ein Teppichboden sollte in Erwägung gezogen werden, um unerwünschtes Echo und verzerrte Bässe zu vermeiden. Leere Wände sollten gerade in kleinen Räumen zum Beispiel mit Filmpostern dekoriert oder mit Regalen versehen werden, um auch hier keine Schallwellen reflektieren zu lassen. Alle Lichtquellen sollten warmweiß leuchten, dimmbar sein und nach Möglichkeit indirekt gesetzt sein, um Spiegelungen auszuschließen.

Extras

Wir raten euch zudem noch zu einer Sache: Der Raum sollte individuell sein. Er sollte nicht wie jeder andere wirken. Es möchte schon einen Standard Raum. Es geht darum, sich wohl zu fühlen, das heißt auch, dass man auf seine Interessen und Vorlieben achten muss. Das kann ziemlich abgefahren und außergewöhnlich werden. Wer zuhause gerne ab und zu eine Pokerrunde oder andere Spiele organisiert und im Heimkino noch Platz hat, kann dem Raum mit einem extra Pokertisch und dem richtigen Equipment eine zusätzliche Funktion geben. Auch ein Billard-, Tischfußball- oder Airhockey-Tisch lädt zum Verweilen ein. Sogar ein Esstisch oder eine chillige Lounge bietet sich immer an, da ein Kinoabend mit Freunden schnell auch über das bloße Schauen von Filmen sich entwickeln kann. So kann man nach dem Filmschauen sich austauschen und es gemütlich ausklingen lassen. Eventuell kann man sogar eine Bar hinpflanzen oder zumindest Bar Hocker. Das hat Stil! Und vergiss nicht: Es kommt auf deinen Stil an!

Der Bildschirm/Beamer

Hier geht es um den persönlichen Geschmack – während Fernseher meist günstiger zu erhalten sind als 4K-Beamer, bringen letztere das Kino-Feeling noch authentischer rüber. Wichtig ist dafür, wie bereits oben erwähnt, ein Raum, der vollständig abgedunkelt werden kann. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, empfiehlt sich in jedem Fall ein 4K-Gerät. Selbst wenn man noch keine 4K-Filme hat, skalieren moderne Geräte die Medien hoch und sorgen so für ein schärferes Bild. Netflix oder iTunes bieten hochauflösende Inhalte gegen einen kleinen Aufpreis an; wer vor dem Kinoabend in einer Videothek stöbert, findet dort häufig zum kleinen Preis Filme, die die volle Auflösung des neuen Systems ausnutzen.

Audiosystem

Fast noch wichtiger als die Videokomponente ist der Audioaspekt; erst ein wirklich starker, brummender Bass und klare Höhen liefern ein Filmerlebnis wie im Kino. Die Größe des Raumes gibt wieder die Zahl der Lautsprecher vor – für ein 5-Kanal-Setup braucht man Surround-Speaker vorne und hinten links und rechts sowie einen Mittelkanal. Ein passender Subwoofer für die Bässe gehört auch dazu.

Die Video-/Audioquellen

Auch wenn die Beliebtheit von DVDs immer weiter schwindet, gehört in ein ordentliches Heimkino zumindest ein DVD- oder BluRay-Player. Apps für Netflix, Amazon Prime, Spotify und Co. sind häufig bereits vorinstalliert und müssen nur mit den entsprechenden Accounts verbunden werden; eine Set-Top-Box wie Apple TV oder Google Chromecast bietet deutlich mehr Komfort, da hier alle Komponenten des Heimkinosystems über nur eine Fernbedienung beziehungsweise das Smartphone kontrolliert werden. Wer eine Plattensammlung besitzt, kann im letzten Schritt auch noch einen Plattenspieler mit dem Audiosystem verbinden, um von der guten Surround-Sound-Qualität zu profitieren.

Möbel

Mit einer kleinen Portion Glück findet man im Internet oder auf Flohmärkten ausrangierte Kinositze – diese machen das Heimkino perfekt. Alle anderen machen auch mit einem gemütlichen Sofa oder bequemen Sesseln nichts falsch. Wer möchte, kann das Erlebnis durch einen kleinen Kühlschrank oder sogar einen Automaten für frisches Popcorn abrunden

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