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Waschmaschine kaputt, aber kein Geld auf dem Konto?

Gerade in der Weihnachtszeit kann man nur hoffen, dass im Haushalt keine Geräte kaputtgehen, die ersetzt werden müssten. Schließlich ist der Dezember ohnehin der teuerste Monat des Jahres. Zu den Kosten des normalen Lebens kommen Ausgaben für Geschenke und für die Vorbereitungen des Fests dazu. Doch wie es der Zufall so möchte, geht dann in dieser Zeit doch etwas kaputt und auf dem Konto herrscht Ebbe. Wie lässt sich diese Situation retten und in Zukunft vermeiden?

Sollte man spontan einen Kredit aufnehmen?

Der einzige Ausweg aus der miserablen Position scheint zu sein, sich entweder Geld von Freunden zu leihen oder einen Kredit aufzunehmen. Wie sonst könnte man an Geld kommen, um den Schaden im Haushalt möglichst schnell zu beheben?

Da die Freunde höchstwahrscheinlich genauso in den Weihnachtsvorbereitungen stecken und genug Ausgaben für Geschenke und mehr haben, läuft es vermutlich einzig und allein auf den Kredit hinaus. Schlimm ist das erst einmal nicht, denn die Zeiten der teuren Geldaufnahme mit hohen Zinskosten sind seit vielen Jahren vorbei. Nebenkosten sind bei Kleinkrediten kaum zu spüren. Das ist der Grund, warum in den letzten Monaten generell so viele Privatkredite in Deutschland aufgenommen wurden. Die günstigen Zinsen animieren, sich jetzt um die Anschaffung eines neuen Autos, eines neuen Heimkinos oder eben einer neuen Waschmaschine zu kümmern. Und viele Banken gewähren inzwischen auch Kredite, die nicht einmal im vierstelligen Bereich liegen.

Übrigens lässt sich hier noch unser großer Ratgeber zum Kauf von Haushaltsgeräten finden, sodass das Geld nicht fürs falsche Gerät ausgegeben wird.

Natürlich sollte die Situation dennoch vermieden werden

Nicht, weil es schädlich ist, einen kleinen Kredit aufzunehmen und über das kommende Jahr hinweg zurückzuzahlen. Sondern weil der Kreditbedarf bei einer kaputten Waschmaschine darauf hindeutet, dass man allgemein finanziell nicht gut genug vorgesorgt hat. Es ist dringend zu empfehlen, jeden Monat einen gewissen Prozentsatz des Einkommens zurückzulegen und damit einen Notgroschen aufzubauen. Mittelfristig sollte dieser etwa zwei bis drei Monatsnettogehälter umfassen und auf einem Tagesgeldkonto sicher wie auch täglich verfügbar bereitliegen. So lässt sich eine Situation wie die oben beschriebene vermeiden. Und auch ganz allgemein gelten gewisse Prozentsätze für monatliche Ausgaben, die man beherzigen sollte, wenn es um die persönliche Finanzoptimierung geht.

Einige davon möchten wir zum Schluss noch einmal zusammenfassen:

  • 10 Prozent des Nettoeinkommens sollten sofort auf ein Sparkonto gehen
  • 15 Prozent des Nettoeinkommens sollten für die Lebensmittelversorgung reichen
  • 30 Prozent des Nettoeinkommens sollten das Maximum für Miete und Nebenkosten sein
  • Versicherungen sind nach Sinnhaftigkeit abzuwägen, sie sollten möglichst günstig sein, ohne dass man dafür aber Leistungskompromisse eingehen muss

Die Seite Gehalt.de hat einen ausführlichen Artikel publiziert, in dem das Brutto-Netto-Verhältnis noch einmal deutlich wird und in dem weitere Tipps zur Ausgabenoptimierung gegeben werden. Diesen kann man hier nachlesen.

Bild: ©istock.com/AndreyPopov

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