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Was es bei der Wahl der eigenen Immobilie zu beachten gilt

Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte so manches beachten, um eine gute Anlage zu machen. Nicht jede Immobilie ist hierbei gleich zu beurteilen was ihre Wertsteigerung in der Zukunft betrifft. Aber auch der Kaufpreis spielt eine große Rolle. Ist die Immobilie zu teuer? Anbei ein paar Tipps einer Architektin, um mit der Immobilie auch in Zukunft zufrieden zu sein.

Lage, Lage, Lage

Die Lage ist das Entscheidende. Die Immobilie sollte infrastrukturell gut erschlossen sein. Damit hat sie automatisch einen höheren Wert und auch bei eigener Benutzung spart der Eigentümer viel Zeit, da einfach die Wege kürzer sind. Ein anderer Aspekt der Lage ist Lärm, Stockwerk, Nachbarschaft, Tierplagen und Lichtverhältnisse. Aber auch eine Immobilie am Land auf einem schönen Grundstück kann eine gute Lage bedeuten. Hier kommt es darauf an, wie das Grundstück in den Kontext eingebettet ist.

Sonne

Bei der Wahl der eigenen Immobilie spielt Sonne in einer Wohnung eine große Rolle. Sie macht die Immobilie freundlich und das Leben positiver. Vermieden werden sollten Wohnungen, die nordseitig gelegen sind. Hingegen sind Ost-West ausgerichtete Wohnungen zu empfehlen und natürlich Orientierungen nach Süden. Büronutzungen hingegen benötigen wenig Sonne und sind bevorzugt nach Norden ausgerichtet.

Wie verhält es sich mit der Quartiers-Entwicklung in ferner Zukunft?

In den letzten Jahren wurde öfter von Immobilienmaklern bemerkt, dass es schwieriger zu berechnen ist wie sich ein Stadtteil entwickeln wird, als noch vor 20 Jahren. Der Grund war die Flüchtlingskrise und die aus dem Boden sprießenden Container-Dörfer und Asylheime, welche einen negativen Einfluss auf den Stadtraum haben können. Zumindest in psychologischer Hinsicht. Abgesehen von dieser Krise ist es aber oftmals abschätzbar, ob sich der Stadtteil in den nächsten 20 Jahren in eine positive oder negative Richtung entwickelt. In Deutschland ist hierbei, anders als in Österreich, der Mietspiegel von Bedeutung. Die Mietpreise sind nicht an die Inflation angepasst, sondern verändern sich nach den durchschnittlichen Mietpreisen in der Umgebung. Dadurch kann sich eine andere Dynamik einstellen.

Beim Haus – auf die Liebe kommt es an

Wie bei einem Partner kommt es bei der Wahl einer Immobilie aber auch auf Sympathie an, oder besser noch: Auf die Liebe. Jemand, der sein Haus oder seine Wohnung liebt, weil er/sie sich darin wohl fühlt, der hat einen vollen Treffer gelandet. Dabei kann nicht unbedingt ganz genau eruiert werden, was die Liebe oftmals ausmacht. Ist es der Blick? Die Architektur? Die Umgebung? Die Liebe ist wie bei den Menschen unergründlich. Es trifft einen wie der Blitz und ja, man weiß dann automatisch, hier möchte man seine Wurzeln schlagen. Hier gibt es ein Klima, wo Seele und Körper sich wohl fühlen.

Flexibilität des Grundrisses

Altbauwohnungen sind deshalb so beliebt, da sie eine unendliche Anzahl an unterschiedlichen Möglichkeiten der Einrichtung und Nutzung zulassen. Dies sollte bei der Wahl der eigenen Immobilie mitberücksichtigt werden. Zudem erscheinen Wohnungen mit Grundrissen, die eine Zirkulation zulassen größer, da die einzelnen Zimmer nicht nur wie Sackgassen begehbar sind. Auch sollte man sich nicht täuschen lassen, wenn die Wände optisch nicht gut aussehen. Ein bisschen Renovierung an der Wand und diese sieht viel besser aus.

Welche Heizung – Der Blick in die Zukunft

Im Hinblick auf den Klimawandel und die damit verbundenen Veränderungen ist auch auf Heizung und Kühlung zu achten. Viele neuen Häuser haben bereits ein 2-faches System, sodass nicht nur geheizt, sondern im Sommer auch gekühlt werden kann. Wichtig ist beim Heizsystem zudem, dass es erlaubt ist, die Fenster aufzumachen. Es gibt mittlerweile nämlich Passivhäuser, wo dies nicht mehr möglich ist. Das Resultat ist ein Gefühl des Eingesperrt-Seins. Energie sollte möglichst effizient eingespart werden, jedoch nicht, indem der Benutzer zu einem Objekt innerhalb der Wohnanlage verkommt.

Bei Altbauten sollte darauf geachtet werden, dass die Heizung auf eine neues Heizsystem adaptiert werden kann. Ölheizungen werden in den nächsten Jahren verschwinden und sicherlich durch andere Formen ersetzt werden. Wie wirkt sich dies auf den Preis aus?

Nicht übernehmen mit dem Kredit

In Zeiten der Unsicherheit und der wechselnden Jobs gilt es besonders beim Kredit darauf zu achten, dass die Raten auch langfristig finanzierbar sind. Was es bei der Wahl der eigenen Immobilie zu beachten gilt, gilt auch bei einer Immobilie zur Vermietung. Eine Kredit-Ausfallversicherung im Fall von Arbeitslosigkeit ist anzuraten. Genauso sind auf die Konditionen Wert zu legen. Soll der Kredit über einen Fremdwährungskredit finanziert werden, oder birgt dieser heute nicht kalkulierbare Risiken? Die Autorin rät davon ab. Hier kann man sich ordentlich die Finger verbrennen und agiert mit unsicheren Faktoren. Eine weitere Unsicherheit sind die ansteigenden Zinsen bei Inflation. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Zinsen niedrig beziehungsweise fix bleiben, und nicht jedes Jahr der Inflationsrate angepasst werden. Auch über eine Scheidung sollte im Vorfeld nachgedacht werden. Was für Auswirkungen hätte diese auf den Kredit und die Immobilie? Hier bespricht man sich am besten mit einem Anwalt seines Vertrauens.

Ist die Immobilie im Notfall auch vermietbar?

Für alle Fälle sollte über die Möglichkeit einer Vermietung nachgedacht werden, wenn man zum Beispiel für ein paar Jahre ins Ausland muss. Damit sind dann zumindest die Sorgen der Fixkosten oder der Kreditraten auf ein Minimum gebracht.

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