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Kaffeemaschine entkalken – so einfach ist das!

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Kaffeeduft und frische Brötchen sind zwei essentielle Zutaten für den guten Start in einen neuen Tag. Da wo unsere Großmütter die Kaffeebohne noch per Handmühle und Porzellanfilter aufgebrüht hätten, stehen in deutschen Küchen heutzutage oft wahre High-Tech-Geräte, die den braunen Morgentrunk aus Kapseln, Pads oder sogar nach der Uhr programmiert zubereiten können. Auch wenn Sie nur die einfache Ausführung mit Filter und Glaskanne betreiben, alle Kaffeemaschinen-Typen haben eins gemein: Ihre Anfälligkeit für Verkalkungen. Denn wo täglich Wasser läuft, lagert sich stetig Kalk ab und stört auf kurz oder lang die Funktion des Gerätes. Nur wenn Sie Ihre Kaffeemaschine in regelmäßigen Abständen entkalken, beugen Sie Schäden vor und gewährleisten einen reibungslosen Ablauf der morgendlichen Frühstückszubereitung. Die geeigneten Hausmittel zur Entkalkung und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in diesem Ratgeber.

Wie entsteht Kalk in der Kaffeemaschine?

Unser Trinkwasser enthält von Natur aus Kalzium- und Magnesiumsalze, wobei ihre Konzentration ansteigt, je höher der Härtegrad des Wassers ist. Zwar stellen die Mineralsalze einen wichtigen Bestandteil der menschlichen Ernährung dar, doch wirken sie sich nachteilig auf die Funktionsweise unserer Haushaltsgeräte aus. Beim Kochvorgang werden Kalzium und Magnesium aufgespalten und setzen sich als Kalkablagerungen an den Heizelementen und in den Schläuchen der Kaffeemaschine ab.

Einerseits führen die Verkalkungen der Heizelemente zu einem höheren Energieverbrauch des Gerätes, andererseits verringern die Ablagerungen in den Leitungen den Wasserfluss. Die Espressomaschine kann so nicht mehr den nötigen Druck für den Brühvorgang aufbauen, das Wasser trifft nicht mehr heiß genug auf das Kaffeepulver, so dass sich das Aroma des Kaffees nicht mehr voll entfalten kann. Zusätzlich steigt der Geräuschpegel bei der Kaffeezubereitung erheblich an.

Folgen einer Verkalkung im Überblick:

  • höherer Energieverbrauch
  • Druckverlust in der Maschine
  • lautes Brühgeräusch
  • niedrigere Kaffeetemperatur
  • verändertes Kaffeearoma

Wenn Sie also entsprechende Veränderungen an Ihrer Kaffeemaschine bemerken, wird es Zeit, diese zu entkalken.

Kaffeemaschine entkalken: Anleitung im Überblick

Die Entkalkung Ihrer Kaffeemaschine stellt im Normalfall kein Hexenwerk dar. Die meiste Arbeit wird dabei von der Maschine selbst erledigt.

Sie benötigen lediglich:

  1. Spezieller Entkalker für Kaffeemaschinen, 1 Flasche à 125ml oder
  2. Hausmittel zum Entkalken Ihrer Wahl z.B. 1 Löffel Pulver Zitronensäure

Schritt 1: Entkalkungslösung in den Wassertank einfüllen

Egal, ob Sie sich für ein Spezial-Entkalkungsmittel für Kaffeemaschinen oder ein Hausmittel entscheiden – in beiden Fällen verfahren Sie nach demselben Prinzip. Zunächst stellen Sie ein Gemisch von Entkalkungsmittel und Wasser her, das Sie in den Tank der Kaffeemaschine einfüllen. Bei den Spezialpräparaten finden Sie die Angaben des Mischverhältnisses auf der Packung; wenn Sie Hausmittel verwenden möchten, orientieren Sie sich an den Angaben unseres Ratgebers. Im Falle der Zitronensäure lösen Sie einen gehäuften Teelöffel des Pulvers in einem halben Liter Wasser.

Schritt 2: Wahl des Brühprogrammes

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Falls Sie stolzer Besitzer einer modernen Kapsel- oder Padmaschine wie Senseo oder eines Kaffeevollautomaten sind, können Sie für die Entkalkung ein passendes Programm der Maschine wählen. Den dazugehörigen Schalter bzw. die Anwahlmöglichkeit erfahren Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Gerätes. Während des Entkalkungsprogramms pumpt die Maschine das Anti-Kalk-Gemisch in die Leitungen und unterbricht zunächst den Durchlauf, damit das Mittel im Innern der Maschine einwirken kann. Nach einigen Minuten wird der Durchlauf automatisch fortgeführt.

Haben Sie eine einfache Maschine mit Filter, können Sie ein solches Programm auf einfache Weise nachahmen: Dafür schalten Sie die Maschine ein und warten ab, bis die ersten Tropfen des Anti-Kalk-Gemisches in die Kanne laufen. Dann schalten Sie die Maschine ab, um das Entkalkungsgemisch in den Leitungen der Maschine für ca. 15 Minuten einwirken zu lassen. Schließlich setzen Sie den Durchlauf fort, bis die gesamte Flüssigkeit in die Kanne gelaufen ist. Auf diese Weise lässt sich jede Kaffeemaschine problemlos entkalken.

Schritt 3: Nachspülen

Ob Spezialpräparat oder Hausmittel, in jedem Fall sollte das Innere der Maschine nach dem Entkalkungsvorgang gründlich mit klarem Wasser durchgespült werden. Manche Spezialmittel enthalten Farbindikatoren, so dass Sie an der Farbe des austretenden Wassers sehen können, ob noch Reste des Mittels in den Leitungen sind. Bei der Verwendung von Zitronensäure können Sie während des Nachspül-Durchlaufes beim austretenden Wasser den Geschmackstest machen. Schmeckt es noch säuerlich, sollten Sie einen weiteren Wasser-Durchlauf starten, um für den folgenden Kaffee ein einwandfreies Aroma zu gewährleisten.

Hinweis: Die Anleitung zum Entkalken der Kaffeemaschine eignet sich auch für einen Wasserkocher. Hier ist die Prozedur etwas einfacher, da bei einem Wasserkocher keine Leitungen entkalkt werden müssen. Einfach den Entkalker oder Hausmittel wie Zitronensäure sowie Essig einfüllen und Wasserkocher durch Kochen entkalken. Später nachspülen und wieder einen kalkfreien Wasserkocher nutzen!

 

Hausmittel zum Entkalken

Erinnern Sie sich noch an das Schulexperiment, bei dem ein Ei in Essig gelegt wurde? Auf diese Weise wird eine grundlegende chemische Reaktion veranschaulicht: Säure löst Kalk auf. Auch viele der Hausmittel, die wir tagtäglich zum Putzen verwenden, sind Säuren – also bestens geeignet zur Entkalkung der Kaffeemaschine.

Essig: Geben Sie einen Schuss Essigessenz in den gefüllten Wassertank der Maschine, oder befüllen Sie ihn mit einer Mischung von weißem Essig und Wasser im Verhältnis 1:1. Gehen Sie danach gemäß der Schritt-für-Schritt-Anleitung vor, um ihre Kaffeemaschine zu entkalken. Essig kann einen starken Nachgeschmack im Wasser hinterlassen, so dass Sie eventuell mehrere Klarspülgänge nach dem Entkalken durchführen müssen.

 

Zitronensäure: Zitronensäure hinterlässt weit weniger unangenehmen Geschmack in der Kaffeemaschine als Essig. Geben Sie einen gehäuften Teelöffel des Pulvers und einen halben Liter Wasser in den Tank und lassen Sie die Mischung durch die Maschine laufen, wie in der Anleitung beschrieben wird. Alternativ zum Zitronensäurepulver können Sie auch Zitronensaftkonzentrat verwenden.

 

Backpulver: Lösen Sie ein Päckchen im Wassertank ihrer Kaffeemaschine auf und gehen Sie mit dem Gemisch gemäß der Anleitung vor. Durch die Schaumbildung des Backpulvers können Sie beim Nachspülen gut erkennen, ob noch Rückstände in der Maschine sind. Solange sich beim austretenden Wasser noch Blasen bilden, starten Sie einen weiteren Spül-Durchlauf mit klarem Wasser.

 

Gebissreinigungstabs und Aspirin: Auch diese Tabletten können in Wasser aufgelöst als Entkalkungsmittel dienen. Achten Sie auch in diesem Fall darauf, anschließend mit klarem Wasser ausreichend nachzuspülen.

Gibt es spezielle Anti-Kalk-Reiniger?

Beim Kauf einer neuen Kaffeemaschine bekommen Sie in der Regel eine Flasche Spezial-Entkalkungsmittel dazu; andernfalls erhalten Sie geeignete Präparate für die Entkalkung in der Drogerie und im Fachhandel.

  • Spezial-Entkalker für Kaffeemaschinen in Flüssigform werden unverdünnt oder mit Wasser gemischt in die Maschine gegeben.
  • Spezial-Entkalkungsmittel in Tablettenform lösen Sie im Wassertank der Maschine auf.
  • Bio-Entkalkungspräparate aus der Drogerie funktionieren meist auf der Basis von Zitronensäure-Pulver.

Fazit

Das Entkalken einer Kaffeemaschine ist prinzipiell nicht mehr Aufwand als das Kaffeekochen selbst – den Durchlauf erledigt schließlich das Gerät. Ob Sie sich für einen speziellen Entkalker oder ein Hausmittel wie Essig, Zitronensäure oder Backpulver entscheiden, bleibt dabei Ihrer Wahl überlassen. Damit Sie das Aroma Ihres Morgenkaffees ungetrübt genießen können, sollten Sie vor allem darauf achten, das Gerät nach dem Entkalken gründlich mit klarem Wasser zu spülen.

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