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Fenster putzen – so reinigen Sie Ihre Scheiben ohne Schlieren und Streifen!

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Wenn die Sonne im Frühjahr wieder anfängt zu strahlen und sich mit dem Blick nach draußen die wachsende Blütenpracht bewundern lässt, fallen sie besonders negativ auf: fettige Fingerabdrücke, Regenflecken und Vogeldreck auf der Fensterscheibe. Manch einer greift in diesem Moment energisch zum Putzlappen und fängt an zu putzen – trotzdem ist der Durchblick nach dem Fensterputzen häufig immer noch nicht vollständig geklärt, weil schmierige Schlieren und Wasserflecken die Aussicht aus dem Fenster verunglimpfen. Wie Sie Ihrem Fenster leicht und rückstandslos wieder Klarheit verleihen können, ohne teure Spezialprodukte anschaffen zu müssen, verraten wir Ihnen in diesem Ratgeber.

Welche Arten von Verschmutzungen bilden sich auf einer Fensterscheibe?

Regenwasser ist wohl die Hauptursache für Flecken auf der Fensterscheibe, doch auch bei trockener Witterung bleibt die Sicht durch das Fenster nicht automatisch glasklar.

Art der VerschmutzungSchwierigkeitsgrad der Entfernung
StaubEinfach : Auf der Innenseite der Fenster sammelt sich Hausstaub über eine längere Zeitspanne unvermeidlich an. Den feinen Belag können Sie einfach mit einem Mikrofasertuch oder einem Staubwedel entfernen.
Finger- und HautabdrückeMittel : Besonders Kinder drücken sich gern die Näschen an der Scheibe platt, wenn es draußen etwas Interessantes zu sehen gibt. Gegen Hautabdrücke verwenden Sie zum Putzen einen fettlösenden Glasreiniger oder einfaches Spülmittel.
RegenfleckenMittel: Regenschmutz besteht nicht nur in Wasserflecken – jeder Wolkenbruch bringt auch Pollen- und Staubpartikel mit sich. Bürsten Sie die Scheibe vor dem Nassreinigen daher mit einem weichen Besen ab. Danach geht das Putzen mit Seife und Wasser weiter (siehe Anleitung).
Insekten / VogeldreckMittel: Festgetrocknete Verschmutzungen sollten Sie zunächst einweichen lassen. Dafür reicht Spülmittelwasser aus, das Sie mit einem weichen Schwamm auf dem Glas aufschäumen lassen.
KratzerSchwierig : Feine Kratzspuren im Glas lassen Sie mit Zahnpasta oder einem Glaspolierset verschwinden. Bei tieferen Kratzern sollten Sie den Fachmann bemühen oder das Glas austauschen.

 

Fenster reinigen – so geht´s:

Ein Fenster lässt sich problemlos putzen, wenn Sie die passenden Reinigungsmittel und Werkzeuge benutzen. Kaum zu ersetzen ist hierbei ein einfacher Abzieher mit Gummilippe, wie Sie ihn auch für das Glas einer Duschkabine verwenden können. Achten Sie zusätzlich darauf, dass das Wasser für das Putzen klar ist und der Eimer, in dem Sie die Reinigungslösung mischen, staub- und schmutzfrei ist. Schon kleine Dreckpartikel im Wasser können beim Fensterputzen eventuell Kratzer im Glas der Scheibe verursachen.

Sie benötigen zum Putzen der Fenster:

  • Handfeger
  • 2 weiche Putztücher, Schwammtücher oder Schwämme
  • Klares, sauberes Wasser (am besten destilliertes Wasser)
  • Spülmittel
  • Küchenpapier
  • Abzieher
  • 2 weiche, fusselfreie Trockentücher

 

  1. Schritt: Entstauben und Reinigen der UmgebungBevor Sie mit dem Putzen der Fenster beginnen, kehren Sie mit dem Handfeger Staub und Schmutz vom Rahmen und von der Fensterbank – erst innen dann außen. Anschließend entfernen Sie Flecken auf dem Fensterrahmen und dem Fensterbrett mit einem feuchten Schwamm und Spülmittel. Benutzen Sie für festgetrocknete Rückstände die Vliesseite eines Spülschwammes, achten Sie aber darauf, damit weder den Kunststoffrahmen noch die Ränder der Fensterscheibe zu verkratzen.
  2. Schritt: Nassreinigung der FensterscheibeErneuern Sie nach der Rahmenreinigung das Putzwasser. Tauchen Sie einen weichen Schwamm hinein und reinigen Sie zunächst den inneren Teil der Fensterscheibe. Versuchen Sie, die Reinigungsflüssigkeit dabei nicht zu stark aufschäumen zu lassen – das verursacht beim Trocknen der Fenster Schlieren. Hartnäckige Rückstände weichen Sie auf diese Weise zuerst einige Minuten lang ein und wischen Sie anschließend vom Glas ab.
  3. Schritt: Trocknen und NachpolierenAb besten funktioniert das Trocknen der Fenster mit einem Abzieher mit Gummilippe. Ziehen Sie ihn beginnend am oberen Rand des Fensterglases von links nach rechts über das Glas. Setzen Sie ein Stück weiter unten an und ziehen Sie eine nächste leicht überlappende Bahn parallel zur ersten. Auf diese Weise trocknen Sie die gesamte Fläche der Fenster. Flüssigkeitsrückstände in den Ecken und Kanten nehmen Sie anschließend mit einem Küchenpapier auf. Nach dem Putzen polieren Sie die Scheibe mit einem weichen Tuch, wobei Sie letzte Streifen und Schlieren entfernen. Wiederholen Sie die Reinigungsmethode auf dem äußeren Teil der Scheibe.

Tipps:

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  • Reinigen Sie ihre Fenster nicht bei Hitze oder starker Sonneneinstrahlung. Wenn das Putzwasser auf dem Glas zu schnell trocknet, bilden sich unschöne Flecken auf der Scheibe.
  • Fenster sollten ausschließlich bei Plusgraden geputzt werden, um das Frieren der Reinigungsflüssigkeit auf dem Glas zu vermeiden.
  • Tragen Sie rutschfestes Schuhwerk und benutzen Sie keine Stühle oder Hocker, um den oberen Fensterrand zu erreichen. Stellen Sie sich zu diesem Zweck auf eine Leiter oder einen Tritt und beugen Sie sich nicht über den Rand hinaus, sonst droht Absturzgefahr!

Hausmittel zur Reinigung und Pflege der Fenster

Für das Putzen der Fenster benötigen im Normalfall nur einen Glasreiniger. Wenn Sie dabei jedoch auf Hausmittel bauen möchten, ist dies ebenfalls möglich. Hier sind die interessantesten Hausmittel für Ihre Fenster:

  • Essigessenz und Zitronensäure: Ein Schuss Essigessenz oder Zitronensaftkonzentrat im Putzwasser verhindert Streifen auf dem Glas, die durch stark kalkhaltiges Wasser entstehen können.
  • Spiritus: Spiritus wirkt stark gegen Schlieren und fettigen Schmutz auf Glasflächen. Setzen Sie ihn entweder dem Putzwasser zu oder benutzen Sie zum Fensterputzen einen Glasreiniger, der Spiritus enthält.
  • Zeitungspapier: Der Klassiker zum Scheibentrocknen ist zwar nicht ganz so effektiv wie ein Mikrofasertuch, bietet aber durchaus eine probate Alternative. Knüllen Sie einige Seiten zusammen und trocknen Sie das Glas der Fenster damit in kreisenden Bewegungen.
  • Zahnpasta: Diese Methode hilft bei sehr feinen Kratzern im Glas. Tragen Sie Zahnpasta auf ein Korkstück auf und reiben Sie damit mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen über die Glasfläche. Verschwinden die Kratzspuren auf diese Weise nicht, benötigen sie eine professionelle Behandlung der Fenster.

Spezielle Glasreiniger und Equipment – sinnvoll oder nicht?

Zur Reinigung von Fensterscheiben gibt es einige Putzhelfer im Handel, die nicht teuer, dafür aber höchst sinnvoll sind.

© Syda Productions - Fotolia.com
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  • Mikrofasertuch: Das Mikrofasertuch ist fast unschlagbar beim Fensterputzen. Trocken verwendet dient es zum Abstauben und Polieren der Fenster, nass entfernt es stärkere Verschmutzungen. Dabei können Sie das Tuch ohne zusätzliche Putzmittel zum Reinigen der Fenster nutzen.
  • Glasreiniger: Glasreiniger bestehen vorwiegend aus Alkohol, wirken somit stark fettlösend und beugen der Bildung von Schlieren vor. Da sie im Haushalt vielfach einsetzbar sind und in der Sprühflasche bequem zum Reinigen der Fenster anwendbar sind, gehören sie in jeden Putzmittelschrank.
  • Imprägnierungsmittel für Glasoberflächen: Sie versprechen einen Abperleffekt, der ein Festsetzen von Schmutz auf der Scheibe verhindert. So soll Putzen seltener nötig sein. Viele Mittel überzeugen im Ergebnis jedoch nicht und enthalten darüber hinaus gesundheitsgefährdende Chemikalien.
  • Selbstreinigende Glasscheiben: Wer die alten Fensterscheiben seines Eigenheimes austauschen möchte, für den sind sie eine Überlegung wert: Glasscheiben, die mit Nanopartikeln aus Titandioxid beschichtet sind und tatsächlich eine Art „Lotusblumen-Effekt“ besitzen. Schmutz kann sich auf ihrer Oberfläche nicht festsetzen, sondern wird spätestens mit dem nächsten Wolkenbruch vom Glas heruntergewaschen. Die Spezial-Scheiben kosten allerdings etwa 20 Prozent mehr als herkömmliches Glas für Fenster.

Fazit

Beim Entspannen auf dem Sofa oder dem gemütlichen Sonntagsfrühstück kann ein dreckiges Fenster die Atmosphäre im wahrsten Sinne des Wortes eintrüben. Lassen Sie es gar nicht so weit kommen, sondern reinigen Sie ihre Fenster lieber in einem regelmäßigen Turnus. Mit dem richtigen Equipment gelingt das Fensterputzen schnell und leicht, so dass starke Verschmutzungen sich gar nicht erst festsetzen können

Fenster putzen – so reinigen Sie Ihre Scheiben ohne Schlieren und Streifen!
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