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Abfluss stinkt – so werden sie Abflussgeruch und Verstopfungen los!

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Die Küche blitzt frisch geputzt, im Badezimmer können Sie sich in den Kacheln spiegeln – trotzdem liegen unangenehme Gerüche in der Luft. Die Ursache liegt häufig im Abfluss und kann durch noch so gründliches Reinigen der Umgebung nicht beseitigt werden. Was steckt hinter dem Mief aus den Rohren und was lässt sich dagegen unternehmen – im Folgenden erhalten Sie Tipps und Ratschläge zur Bekämpfung der Gerüche.

Ursachen für Abflussgeruch – deshalb stinkt es

Ursachen für üble Gerüche aus dem Abflussrohr gibt es viele – je nachdem um welche Verschmutzung es sich handelt und wie sehr der Abfluss stinkt, sollten Sie das passende Gegenmittel ergreifen.

Ursache der GerücheGegenmaßnahmen
Schmutzschicht auf der RohrinnenseiteWenn die Ablagerungen im Abfluss noch nicht dick sind, reicht die Reinigung mit Salzlösung ( oder Natron) und einer runden Drahtbürste im oberen Bereich aus. Für eine Intensivreinigung schrauben Sie den Siphon auseinander und putzen Sie die Einzelteile.
FettverschmutzungenZur Fettbeseitigung benutzen Sie ein passendes Lösungsmittel, am besten Essig und/oder Backpulver. Statt Backpulver können Sie auch Natron verwenden.
Verstopfungen durch Haare (Duschabfluss) oder Essensbestandteile (Abfluss in der Küche) verursachen Fäulnisgase Je nachdem, wie massiv die Verstopfung ist, helfen Essig und Spülmittel, Abflussreinigungs-Gel oder der „Pömpel“. Nach der Rohreinigung stinkt es im Normalfall auch nicht mehr.
Durch Verdunstung fehlendes Wasser im Siphon lässt Kanalisationsgerüche in die Wohnung aufsteigenReinigen Sie den Abfluss mithilfe eines Hausmittels Ihrer Wahl und lassen Sie das Wasser anschließend einige Zeit laufen, um den Geruchsstopp wieder aufzufüllen. So lässt sich der Geruch nach faulen Eiern entfernen.

 

Abfluss stinkt – das können Sie tun

Wenn Sie zum ersten Mal leicht wahrnehmen, dass unangenehme Gerüche aus dem Abfluss steigen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Schritt: Entfernen Sie wenn möglich den Waschtischstöpsel und reinigen Sie ihn zum Beispiel mit einer alten Zahnbürste. Den einsehbaren Teil des Abflussrohres können Sie anschließend mit einer runden Drahtbürste und etwas Spülmittel putzen und von Ablagerungen befreien.
  2. Schritt: Mischen Sie eine Reinigungslösung aus den Hausmitteln Ihrer Wahl, zum Beispiel 2 Päckchen Backpulver oder Natron mit einer halben Tasse Essig. Die angerührte Lösung gießen Sie in den Abfluss und lassen sie einige Minuten lang einwirken.
  3. Schritt: Anschließend spülen Sie mit heißem oder kochenden Wasser nach. Wenn Sie diese Prozedur in gewisser Regelmäßigkeit durchführen, beugen Sie schweren Verstopfungen und Gestank vor.Tipp für anhaltenden Abflussgeruch: Ist das Ablaufrohr des Waschbeckens innerlich stark verschmutzt, sollten Sie den Siphon aufschrauben und die Teile einzeln reinigen. Vergessen Sie nicht, beim Auseinanderbauen einen Eimer unterzustellen, der das im Siphon stehende Wasser auffängt. Es ist jedoch wichtig, nachher alles wieder richtig zu verschrauben, damit später kein Wasser austritt. Alternativ haben Sie auch, die Möglichkeit, einen Fachmann für Ihren Abfluss zu rufen. Dieser kann auch die Rohrentlüftung prüfen.

Hausmittel gegen Abflussgeruch

Wenn Ihr Abfluss stinkt und Sie nicht gleich mit der chemischen Keule gegensteuern möchten, können auch Hausmittel helfen. Suchen Sie ein passendes Hausmittel aus der folgenden Liste heraus und behandeln Sie damit Ihren Küchen- oder Duschabfluss gegen unangenehme Gerüche:

  • Salz: Streuen Sie 2 Esslöffel Salz in den Waschbecken- oder Duschabfluss und lassen Sie etwa 30 Minuten lang einwirken. Anschließend spülen Sie mit kaltem Wasser nach. Alternativ dazu können Sie auch hochkonzentrierte Salzlösung verwenden.
  • Natron: Geben Sie eine halbe Tasse Natron in Pulverform den Abfluss und decken Sie ihn mit einem feuchten Tuch ab. Nach fünfminütiger Einwirkzeit spülen sie mit kochendem Wasser nach. Das Natron wirkt sehr gut gegen aufkommende Gerüche.
  • Essig und Backpulver: Indem Sie vier Esslöffel Backpulver und eine halbe Tasse Essig in den Abfluss gießen, erzeugen Sie eine schäumende Mischung, die die Rohre reinigt. Nach kurzer Einwirkzeit spülen Sie mit heißem Wasser nach. Sollten Sie kein Backpulver im Haus haben, können Sie auch hier auf das Hausmittel Natron setzen.
  • Spülmittel und Essig: Auch ein Schuss Essig mit einem kräftigen Spritzer Spülmittel sind eine wirksame Kombination zur Abflussreinigung. Lassen Sie die Mittel eine Weile einwirken und gießen Sie dann zum Nachspülen heißes Wasser hinterher.
  • Wasserflasche: Die Alternative zur Abflusspumpe: Füllen Sie warmes Wasser in eine Plastiktrinkflasche, die in etwa denselben Öffnungsdurchmesser hat, wie der Ausguss. Stellen Sie die Flasche senkrecht auf die Abflussöffnung und drücken Sie sie ein paar Mal kräftig zusammen und damit das Wasser ins Rohr.
Hinweis: Benutzen Sie Essig und Backpulver niemals zusammen mit chemischen Abflussreinigern – dies kann ätzende Reaktionen im Abfluss auslösen.

 

Spezielle Reiniger und Utensilien

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Wenn Ihr Abfluss trotz Hausmittel immer noch stinkt oder Sie hartnäckige Verstopfungen damit nicht beseitigen können, stehen Ihnen diverse Spezialreiniger und Hilfsmittel zur Verfügung.

  • Abflussreiniger-Gel: Flüssige und gelartige Reinigungsmittel sind leicht handhabbar, da sie ohne das Zufügen von Wasser wirken.
  • Rohrreiniger-Pulver: Kristalline Rohrreiniger müssen mit Wasser zusammen angewendet werden und sollten bei wenig benutzten Abflüssen mit Vorsicht verwendet werden. Bei einem niedrigen Wasserstand entsteht eine aggressive Lösung, die Rohre unter Umständen angreifen kann.
  • Drahtbürste: Eine zylindrische Bürste erleichtert das Reinigen des obersten Rohrabschnittes. Wenn Sie es gründlicher reinigen wollen, hilft nur das Auseinandernehmen des Siphons.
  • Saugglocke: Der „Pömpel“ gehört in jeden Haushalt. Er ist die erste Notfallmaßnahme für Total-Verstopfungen, die sich auch durch Chemie nicht lösen lassen.
  • Abfluss-Spirale: Diese Geräte werden beim Einführen ins Abflussrohr manuell gedreht und lösen durch ihren Krallenaufsatz Verstopfungen auf. Längere Modelle, die bis in die tieferen Rohre des Hauses dringen, werden auf die Bohrmaschine montiert oder per eigenem Antrieb gedreht. Insgesamt sollten Sie den Einsatz der langen Abfluss-Spirale einem erfahrenen Handwerker überlassen. Ein Fehler im Duschabfluss kann sonst letztlich Rohre beschädigen und einen Wasserschaden auslösen.

Wie Sie Verschmutzungen vorbeugen können

© Win Nondakowit - Fotolia.com
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Um stinkenden Abflüssen vorzubeugen und die Rohre rein zu halten können Sie einiges tun:

  • Gießen Sie keinesfalls Öl oder Bratfett in den Abfluss, denn das würde ihn schnell verstopfen. Stattdessen lassen Sie das Fett erkalten und füllen es in eine starke Plastiktüte, die Sie gut verschließen. So verpackt kann verbrauchtes Küchenfett einfach in den Restmüll wandern.
  • Benutzen Sie Siebeinsätze auf den Ausguss-Öffnungen, die Speisereste auffangen. Auch in der Dusche und im Waschbecken haben sich die Siebe bewährt – Haare gelangen so nicht in die Abflussrohre und der Abfluss stinkt erst gar nicht.
  • Lassen Sie bei Abflüssen, die Sie nicht häufig benutzen, trotzdem ab und an das Wasser einige Zeit laufen, um die Rohre durchzuspülen und den Siphon aufzufüllen.

Fazit

Ein stinkender Abfluss oder eine leichte Verstopfung ist kein Anlass zur Verzweiflung und zunächst auch kein Grund, um gleich den Klempner zu rufen. Zur Beseitigung des Problems stehen Ihnen eine Vielzahl von Hausmitteln wie Natron, Salz oder Essig zur Verfügung. Auch Spezialreiniger und besondere Utensilien können eine Hilfe darstellen. Abflussgestank im Vorhinein zu vermeiden, bietet wohl die bequemste Lösung und ist mit wenigen Mitteln zu bewerkstelligen.

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