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Die Vorteile von Kompost im eigenen Garten

Beim Kompostieren wird unterschiedliches organisches Material, wie zum Beispiel diverse Garten- oder Küchenabfälle, mithilfe von kleinsten Lebewesen (Würmer, Bakterien oder Pilze) in Humus verwandelt. In der Natur geschieht dieser Vorgang ganz allein, ohne dass der Mensch eingreifen muss. Abgestorbene Pflanzen werden von Mikroorganismen und Tieren mit der Zeit zersetzt und geben dabei Nährstoffe an den Boden ab. Um diesen Effekt auch im eigenen Garten zu erzeugen, sollte jeder Hausbesitzer einen Kompostbehälter besitzen.

Wo sollte der Kompostbehälter aufgestellt werden?

Ein Kompostbehälter sollte im eigenen Garten so aufgestellt werden, dass er gut erreicht werden kann. Dadurch können die Pflanzen- und Küchenreste schnell hineingegeben und der fertige Kompost auch einfach entnommen werden. Um den Behälter sollte so viel Platz sein, dass er auch problemlos mit einer Schubkarre erreicht werden kann. Ideal ist ein halbschattigerwindgeschützter Ort im Garten.

Denn direkte und starke Sonneneinstrahlung kann dafür sorgen, dass der Kompost vertrocknet. Dadurch können die Mikroorganismen nicht mehr so effizient arbeiten. Kompostbehälter sind in sehr vielen unterschiedlichen Formen und Ausprägungen erhältlich. Wichtig ist in jedem Fall, dass das gewünschte Modell über eine seitliche Lüftung verfügt. Denn diese wird benötigt, damit sich die Pflanzenreste ideal zersetzen können.

Der Kompost sollte so stehen das auch Tiere wie z.B. Taube einen schlechten Zugang zu diesem haben. Ist es der Fall, dass Tauben einen Zugriff auf den Kompost haben, kann man diese effektvoll und schonend durch gewisse Tricks vertreiben.

Wie wird Kompost richtig angelegt?

Wer Kompost neu anlegen will, sollte auf eine passende Befüllung achten. Unter anderem ist hierbei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen nassen und trockenen Stoffen zu empfehlen. Als Basis eignen sich zerkleinerte ZweigeÄste und Heckenschnitt mit einer maximalen Länge von 20 Zentimetern. Auf diese werden dann zwei bis drei Eimer reifer Kompost gegeben.

Denn dieser enthält bereits die wertvollen Mikroorganismen und diverse Kleinstlebewesen, die den Vorgang in Gang bringen. Wer gerade keinen reifen Kompost zur Hand hat, kann stattdessen einen sogenannten Kompoststarter aus dem Gartencenter verwenden. Dieser ist reich an Stickstoff und anderer wertvoller Stoffe und kann den Vorgang ebenfalls aktivieren und beschleunigen.

Auf die Grundlagenschicht wird dann das kompostierbare Material aufgetragen. Hierbei ist ein Wechsel von rund zehn Zentimeter dicken Schichten aus Zweigen und anderen trockenen Materialien (dünne Zweige und kleine Äste) und leicht feuchtem Kompostmaterial (Rasenschnitt, Küchenabfälle oder Laub) zu empfehlen. Auch in diesem Fall macht es durchaus Sinn, einen Kompostbeschleuniger aufzutragen, um den Vorgang anzuregen. Aus welchem Material der Kompost selber ist, ist nicht besonders wichtig. Er sollte bloß nicht selber vergammeln.

Welche Vorteile bietet gereifte Komposterde?

Frisch gereifte Komposterde enthält unzählige Kleinstlebewesen. Wenn sie den Gartenbeeten untergemischt wird, werden diese in den Boden eingebracht. Sie regen das Leben in der Erde an und verbessern ihre Struktur. Dadurch kann sie alle wichtigen Nährstoffe besser aufnehmen und speichern. Kompost kann auf unterschiedliche Böden positive Auswirkungen haben, wie zum Beispiel auch auf sandige Böden. Diese können durch das Untermischen der Erde Wasser und diverse Nährstoffe deutlich besser aufnehmen. Lehmige und daher auch etwas schwerer Böden werden durch die Kompostbeigabe lockerer und luftdurchlässiger.

Welche Vorteile bietet die Kompostierung im eigenen Garten?

Zunächst einmal können die Hausbewohner ihre Küchenabfälle sinnvoll entsorgen. Denn anstatt sie in die Mülltonne zu werfen, werden sie von den Kleinstlebewesen nach einer gewissen Zeit zu hervorragendem Dünger verarbeitet. Dadurch muss dieser nicht mehr gekauft werden, was den Geldbeutel schont. Auch ist er super geeignet um den gemähten Rasen schnell und sauber los zu werden und wird daher auch gerne als Geschenk für neue Bewohner in der Nachbarschaft verschenkt. Zudem bietet der Komposthaufen folgende Vorteile:

  • die Umwelt wird geschont
  • kann auch in kleinen Gärten aufgestellt werden
  • relativ geringer Arbeitsaufwand
  • es entsteht weniger organischer Müll -> die Mülltonne muss nicht so schnell geleert werden
  • es wird kein separater Dünger benötigt
  • Förderung von Kleinstlebewesen und vielen unterschiedlichen Nützligen im Garten

Was darf alles auf den Kompost?

Auf dem eigenen Komposthaufen verwandeln sich nach einer gewissen Zeit alle organischen Abfälle zu hochwertigem Humus. Doch es gibt auch einige Substanzen, die sich dafür nicht eignen und besser über den Hausmüll entsorgt werden. Folgende Abfälle dürfen auf den Komposthaufen:

  • Kleintierstreu
  • Rasenschnitt
  • Kaffeesatz
  • Herbstlaub
  • Eierschalen
  • Stauden- und Strauchschnitt
  • Gemüsereste
  • verwelkte Topfpflanzen und Schnittblumen

Verdorbenes Obst kann schnell faulen und sollte daher eingeschichtet werden. Unkraut sollte dagegen nur kompostiert werden, wenn noch keine Samen zu erkennen sind.

Diese Abfälle gehören nicht in den Kompost:

  • Speisereste tierischen Ursprungs (Fleisch, Fisch, Käse, Joghurt und Milch)
  • Backwaren
  • Fette und Öle
  • Kohleasche
  • Hunde- und Katzenkot
  • Staubsaugerbeutel
  • Kunststoff
  • Metall
  • Stein
  • Zeitschriften
  • Tetrapaks
  • lackiertes Holz
  • Kehricht und
  • kranke Pflanzen

Wie kann ich Herbstlaub kompostieren?

Herbstlaub ist in den meisten Fällen recht nährstoffarm. Denn viele Bäume lagern alle verwertbaren Stoffe zunächst aus, bevor sie die Blätter abwerfen. Daher sollte das Laub unbedingt mit anderen stickstoffreichen Gartenabfällen (Rasenschnitt oder unterschiedliche Gemüsereste) gemischt werden, bevor es in den Kompostbehälter gegeben wird.

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