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Bettwäsche waschen – so können Sie die Bettwäsche und Matratze frisch halten

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Sich in nach einem langen Tag in duftige Laken zu kuscheln oder am Sonntagmorgen die weichen Kissen ein paar Stunden länger zu belagern – das Bett ist in jedem Fall ein Ort der Entspannung und des Wohlbefindens. Um diese Wirkung zu gewährleisten, sollten Sie der Pflege ihrer Schlafstätte regelmäßig etwas Aufmerksamkeit schenken. Jede Nacht hüllen wir uns stundenlang in Decken, Laken und machen es uns so richtig auf der Matratze gemütlich. Trotzdem wechseln die meisten Menschen ihre Tagesbekleidung weit regelmäßiger als ihre Bettwäsche. Je nach Jahreszeit sollte die Bettwäsche allerdings alle ein bis zwei Wochen gewaschen werden. So verhindern Sie im Schlafzimmer muffigen Geruch und erhalten die Gemütlichkeit im Schlafzimmer. Was Sie beim Waschen und der Pflege von Bettwäsche beachten sollten, verraten wir Ihnen in diesem Ratgeber.

Bettwäsche und ihre Varianten

Für jede Vorliebe die passende Variante: Bettbezüge sind in diversen Materialien erhältlich mit unterschiedlichen Eigenschaften in Haptik und Temperatur. Viele Menschen bevorzugen zum Beispiel den kühlenden Satin in heißen Sommernächten und kuschelige Biber-Bettwäsche in der kalten Jahreszeit. Je nach verwendeter Textilfaser stellt die Bettwäsche verschiedene Ansprüche an das Pflegeprogramm:

MaterialAnforderungen beim Waschen (Waschtemperatur & Waschmittel)
Mikrofaser- darf meist bis 60 Grad heiß gewaschen werden
- verzichten Sie beim Waschen auf Weichspüler
Baumwolle- weiße Wäsche können Sie mit Vollwaschmittel kochen
- Buntes sollten Sie bei maximal 60 Grad mit Colorwaschmittel waschen
Satin- die Wachtemperatur der Satin-Kunstfaser sollte 40 Grad nicht überschreiten
- Satin aus Baumwolle verträgt bis zu 60 Grad
Seide- maximal 30 Grad im Schonwaschgang sind erlaubt
- verwenden Sie Seiden- oder Feinwaschmittel
Biber- wenden Sie die raue Oberfläche beim Waschen nach innen, um Fusseln auf dem Bettzeug zu vermeiden
- Waschgänge bei 60 Grad sind möglich
Seersucker- Textilien mit der typischen Struktur sollten Sie nur bei 40 Grad waschen und nicht maschinell trocknen
Jersey- das pflegeleichte Material kann bei einer Waschtemperatur von 60 Grad in die Waschmaschine gegeben werden und braucht keine Bügelbehandlung

 

Tipp: Sie sollten nicht nur Ihre Bettwäsche regelmäßig waschen, sondern auch die Matratze lüften. Ein Mensch verliert beim Schlafen bis zu einem halben Liter Flüssigkeit, die von der Matratze zunächst aufgenommen wird. Wenn Sie Ihre Matratzen stetig lüften, können Sie die Hygiene verbessern und zudem Schimmelbildung vermeiden.

 

Bettwäsche waschen – so geht’s

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Trotz unterschiedlicher Bedürfnisse in puncto Waschtemperatur und Waschmittel können Sie beim Waschen jeglicher Art von Bettwäsche gemäß der Schritt-für-Schritt-Anleitung vorgehen:

  1. Schritt: Drehen Sie die Bett- und Kissenbezüge auf links, um Farben und Fasern während des Waschgangs zu schützen. Wenn Sie Knopfleisten und Reißverschlüsse schließen, verhindern Sie das Ausreißen der Verschlüsse. Ferner vermeiden Sie, dass kleinere Wäscheteile sich beim Waschen in die größeren verirren.
  2. Schritt: Beladen Sie die Waschtrommel nicht zu stark, so dass sich die Textilien frei bewegen können. Waschen Sie keine rauen, stark ausfärbenden Kleidungsstücke wie Jeans zusammen mit Ihrer Bettwäsche. Auch Teile mit Häkchen oder Metallteilen sind tabu. Handtücher oder Tischwäsche dürfen bei gleichen Pflegeansprüchen gern gemeinsam mit dem Bettzeug in die Maschine wandern.
  3. Schritt: Verwenden Sie ein Waschmittel und Weichspüler passend zu den Bedürfnissen der Textilfasern und wählen Sie die höchstmögliche Waschtemperatur für die jeweiligen Gewebe. Auf diese Weise sorgen Sie für optimale Hygiene, da Milben ab einer Temperatur von 60 Grad abgetötet werden. Bei niedrigeren Temperaturen können Sie zusätzlich einen Hygienespüler einsetzen.
  4. Schritt: Nehmen Sie die Wäsche möglichst rasch nach Beendigung des Waschprogramms aus der Trommel. Liegen die Laken nach dem Waschen zu lange feucht in der Maschine, entwickeln sie einen muffigen Geruch.

Bettwäsche trocknen

Zum Trocknen der Bettwäsche stehen Ihnen zwei Varianten zur Verfügung: maschinell oder auf der Wäscheleine. Die Methode der Wahl richtet sich nach Gewebesorte, Wetter und räumlichen Möglichkeiten.

  • Im Wäschetrockner: Offensichtlicher Vorteil eines Trockners ist seine Schnelligkeit und die Möglichkeit, große Bettlaken auch auf engem Wohnraum trocknen zu können. Pflegeleichte Gewebe wie Baumwolle und Biber lassen sich problemlos im Maschinenprogramm trocknen. Selbst Satin und Seide sind heute häufig trocknergeeignet. Am besten wählen Sie ein Schonprogramm, das zwar anderthalb Stunden dauert, anschließend jedoch schranktrockene Bettwäsche liefert.
  • Auf der Leine: Vor allem im Sommer verleiht das Trocknen draußen auf der Wäscheleine Ihrer Bettwäsche eine angenehme Frische. Stehen als Trocken-Orte nur der staubige Dachboden oder der muffige Waschkeller zur Verfügung, greift man in vielen Fällen lieber auf den Wäschetrockner zurück. Für Seersucker- und Mikrofasergewebe ist das Aufhängen auf der Leine jedoch Pflicht, denn diese Gewebe vertragen den Aufenthalt in der Trocknertrommel schlecht.

Trotzdem bleibt der Zeitaufwand gering – Mikrofaser trocknet aufgrund ihrer Eigenschaften innerhalb weniger Stunden auf der Wäscheleine vollständig.
Steht Ihnen nur ein kleiner Wäscheständer zur Verfügung, vermeiden Sie es, die großen Wäscheteile zum Aufhängen zu falten. Stattdessen sollten Sie sie über mehrere Streben hinweg ausbreiten oder herabhängende Enden mit Klammern an der benachbarten Leine befestigen – so trocknet ihre Bettwäsche schneller.

Geeignete Waschmittel und spezielle Reiniger

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Ausgefallene Spezialprodukte benötigen Sie zur Pflege ihrer Bettwäsche nicht, wenn Sie die konventionellen Waschmittel richtig einsetzen:

  • Waschmittel: Das Waschmittel wählen Sie immer den Pflegeansprüchen der Textil-Art entsprechend. Vollwaschmittel für weiße Baumwoll-Laken, Colorwaschmittel für alle bunten Gewebe und Feinwaschmittel, wenn echte Seide verarbeitet ist.
  • Weichspüler: Bei Mikrofasergewebe verzichten Sie besser auf Weichspüler, um die Eigenschaften optimal zu erhalten. Anderen Geweben verleiht er ein anschmiegsames Gefühl. Weichspüler mit beruhigenden Duft-Aromen wie Lavendel tragen zur entspannenden Atmosphäre im Bett bei.
  • Fleckenbehandlung: Schwierige Flecken wie Blut oder Schokolade können Sie vor der Wäsche mit entsprechenden Hausmitteln oder Vorwaschgel behandeln, um sie restlos zu entfernen. Ist die Bettwäsche zu empfindlich für eine hohe Waschtemperatur, weil sie zum Beispiel aus reiner Seide ist, können Sie gegen Milben und Bakterien einen speziellen Hygienespüler einsetzen.
  • Hygienespüler: Wenn Sie Ihre Bettwäsche nicht bei 60 Grad waschen können, ist Hygienespüler mitunter eine gute Lösung. Er tötet Milben und wichtige Bakterien schon bei geringer Waschtemperatur ab. Doch hier ist Vorsicht geboten, da Hygienespüler in Einzelfällen Allergien auslösen können.
  • Stärke: Für das griffige Gefühl frischer Bettwäsche wie im Hotel geben Sie Flüssigstärke ins Weichspülerfach. Anschließendes Bügeln oder Mangeln der Wäsche macht die steife Haptik beim Bettzeug perfekt.

Fazit

An die regelmäßige Reinigung der Lieblingsjeans denkt jeder. Auch Sportkleidung muss zu jedem Training frisch zur Verfügung stehen, doch das Bettzeug häufig viel zu lange auf ihre nächste Runde in der Waschtrommel. Wechseln Sie die Laken je nach Jahreszeit alle 1 bis 2 Wochen und achten Sie bei der Wäsche auf die speziellen Bedürfnisse des Materials. Von der richtigen Waschtemperatur bis zu besonderen Mitteln wie Hygienespüler können Sie den Waschgang beeinflussen. So steigern Sie die Wohlfühlatmosphäre auf der Matratze und bereiten das Klima für sanften Schlaf und süße Träume.

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