Home / Kochtipps / Kohlrabi zubereiten – so wird das leckere Gemüse ein Gaumenschmaus!

Kohlrabi zubereiten – so wird das leckere Gemüse ein Gaumenschmaus!

© pilipphoto - Fotolia.com

Als Gemüse, das auf eine lange Tradition zurückblicken kann, ist der Kohlrabi besonders in deutschen Küchen sehr beliebt. Mit vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten bleibt das Gemüse ein treuer Begleiter in der Küche und bietet zahlreiche Alternativen. Wie Sie Kohlrabi richtig zubereiten, worauf Sie beim Kauf achten sollten, welche Gerichte Sie mit dem Kohlrabi zaubern können und was es zum Beispiel mit dem Kohlrabi-Schnitzel auf sich hat, zeigt Ihnen dieser Ratgeber.

Kohlrabi als Zutat – ein Gemüse mit langer Tradition

Wo der Kohlrabi seinen genauen Ursprung hat, ist nicht bekannt. Vermutlich stammt er jedoch aus Nordwest- und Nordosteuropa. In Deutschland ist der Kohlrabi bereits seit dem Jahr 25 bekannt. Heute gilt Deutschland als größter Erzeuger von Kohlrabi und ist zeitgleich auch der größte Abnehmer des Gemüses in Europa.

Kaufratgeber für frischen Kohlrabi

In den Supermärkten oder auf dem Wochenmarkt ist der Kohlrabi in der Regel gemeinsam mit den Stielen und Blättern erhältlich. Für den Verzehr von Kohlrabi wird in der Regel lediglich die Knolle verwendet. Doch auch die Blätter sind zum Verzehr geeignet und lassen sich köstlich zubereiten. Außerdem bilden, neben der Knolle auch die Blätter des Kohlrabis ein wichtiges Indiz als Frischemerkmal:

Knolle: Als Zeichen von Frische hat die Knolle des Kohlrabis glatte Oberfläche, die nicht geplatzt ist.

Blätter: Die Blätter des Kohlrabis sind im frischen Zustand fest und knackig. Achten Sie daher beim Kauf darauf, dass die Blätter am Gemüse noch enthalten sind – und nicht zuvor durch die Verkäufer entfernt wurden.

Haltbarkeit: Für die Haltbarkeit von Kohlrabi kann zwischen zwei Sorten unterschieden werden. Kohlrabi aus dem Freilandanbau können sich beispielsweise bis zu drei Wochen halten. Exemplare aus dem Gewächshaus sollten hingegen nach spätestens einer Woche verzehrt werden.

Gekocht, püriert, paniert: Kohlrabi richtig zubereiten

Kohlrabi lässt sich als Rohkost, gekocht, püriert oder paniert genießen. Darüber hinaus lassen sich auch die Blätter zubereiten und erinnern dabei an Spinat. Der Klassiker der Rezepte bleibt jedoch der Kohlrabi in Sahnesoße, den Sie zudem sehr leicht zubereiten können.

Kohlrabi als Rohkost

Um den Kohlrabi als Rohkost zu genießen, bedarf es nur weniger Handgriffe:

  1. Blätter von der Knolle entfernen (Blätter und Stiele abzupfen und mit einem Messer abtrennen),
  2. Knolle schälen,
  3. geschälte Knolle in Streifen oder Stücke schneiden.

Anschließend kann der Kohlrabi bereits direkt verzehrt oder als Komponente für Salate genutzt werden.

Kohlrabi gekocht

© anetlanda - Fotolia.com
© anetlanda – Fotolia.com

Auch gekocht schmeckt der Kohlrabi hervorragend und eignet sich beispielsweise bestens als Beilage zu Fleischgerichten. Um den Kohlrabi zu kochen, sind nur wenige Schritte notwendig. Sie können das Gemüse dabei auf zwei verschiedene Arten zubereiten:

Kohlrabi geschält kochen:

  1. Kohlrabi von den Blätter entfernen (Blätter samt Stiel abzupfen und mit einem Messer abtrennen),
  2. Nun wird das Gemüse geschält,
  3. Kohlrabi nach Geschmack in Stücke oder Streifen schneiden (alternativ kann der Kohlrabi auch als ganze Knolle gekocht werden),
  4. Kohlrabi nach Geschmack in (Salz-) Wasser, einer Brühe oder in einer Sahnesoße kochen (als ganze Knolle benötigt der Kohlrabi eine Kochzeit von circa 20 bis 30 Minuten; in Stücke oder Streifen geschnitten verringert sich die Kochzeit auf circa 15 bis 20 Minuten).

Kohlrabi mit Schale kochen:

Wenn Sie viele Nährstoffe beibehalten möchten, können Sie den Kohlrabi ungeschält kochen. Die Knolle wird dann erst nach dem Kochen – und vor dem Verzehr – komplett geschält.

  1. Blätter samt Stiel von der Knolle entfernen,
  2. Kohlrabi im Ganzen für circa 20 bis 30 Minuten in (Salz-) Wasser, einer Brühe oder in einer Sahnesoße kochen,
  3. Kohlrabi schälen und in Stücke / Streifen schneiden.

 

Tipp: Auch für eine kreative Küche bietet sich der Kohlrabi hervorragend an. Nicht nur die kleinen Gäste können mit schönen Formen Freude am (gesunden) Essen finden. Auch Erwachsene bewundern die kreativ gestalteten Beilagen. Sie können die Knolle des Kohlrabis nach dem Schälen beispielsweise in dünne Scheiben schneiden und mit Plätzchenausstechern in Form bringen. Mit einem Stern- oder Herzausstecher heben Sie die Figuren einfach aus der Scheibe des Kohlrabis heraus und kochen die Kunstwerke anschließend in Wasser, einer Brühe oder in einer Sahnesoße mit Kräutern.

 

Kohlrabi paniert

Um den Kohlrabi zu panieren, sollten sie folgende Handgriffe durchführen:

  1. Kohlrabi von den Blättern samt Stiel entfernen,
  2. Kohlrabi schälen,
  3. Kohlrabi in dünne Scheiben schneiden,
  4. die dünn geschnittenen Scheiben in Mehl wälzen,
  5. die in Mehl gewälzten Scheiben durch eine Mischung aus verquirltem Ei und Milchziehen,
  6. die behandelten Scheiben in Semmelbrösel wälzen,
  7. die Kohlrabi-Scheiben mit etwas Fett in einer Pfanne ausbacken, bis sie eine goldbraune Farbe annehmen.

Kohlrabi püriert

Als Alternative zum Kartoffelbrei können Sie den Kohlrabi auch als Püree zubereiten:

  1. Kohlrabi, wie oben beschrieben, von den Blättern und Stielen befreien,
  2. Kohlrabi-Knolle schälen,
  3. die Knolle in einer leichten Brühe weich kochen,
  4. den weichen Kohlrabi mit einem Pürierstab behandeln, bis er die gewünschte Konsistenz erhält,
  5. in die Mischung aus Brühe und Brei Sahne hinzugeben,
  6. alle Zutaten miteinander verrühren und mit Gewürzen abschmecken.
Hinweis: Kohlrabi sollte letztlich immer geschält genossen werden. Die Schale lässt sich aber auf dem Kompost entsorgen oder als gewagte Einlage für Gemüsefonds nutzen. So können Sie eine leckere Grundlage für künftige Soßen zubereiten und eventuell eigene Rezepte kreieren.

 

Bekannte Gerichte mit Kohlrabi

© ketrin08 - Fotolia.com
© ketrin08 – Fotolia.com

Rohkost: Der Kohlrabi lässt sich als Rohkost wunderbar zubereiten. Als Snack für Zwischendurch kann er in Streifen geschnitten und entweder schlicht mit Salz bestreut oder etwas aufwändiger – mit einem Dip – serviert werden.

 

Kohlrabi-Suppe: Auch als Suppe bringt der Kohlrabi ein wahres Geschmackserlebnis mit sich. Für eine cremige Suppe wird der Kohlrabi beispielsweise mit Brühe gekocht und mit Sahne verfeinert. Angebratene Speckwürfel und frische Kräuter verleihen der Cremesuppe noch das gewisse Etwas.

 

Kohlrabi-Schnitzel: Als nette Umschreibung für panierte oder überbackene Kohlrabi- Scheiben dient das Kohlrabi-Schnitzel. Hierzu werden die Scheiben paniert und in einer Pfanne goldbraun gebraten. Die panierten Kohlrabi-Scheiben können als vegetarische Variante, zum Beispiel gemeinsam mit einer Tomatensoße oder einem Ratatouille, serviert werden oder als Beilage zu einem Fleischgericht mit einer würzigen, dunklen Soße.

 

Kohlrabi in Sahnesauce: Als Klassiker verschrien ist der Kohlrabi in Sahnesauce. In Stücke oder dünne Streifen geschnitten wird der Kohlrabi dabei in einer Sahnesauce gekocht und mit frischen Kräutern wie Petersilie oder Schnittlauch verfeinert. Der Kohlrabi in Sahnesauce bietet sich speziell als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten. Kartoffeln oder Nudeln und eine dunkle Soße runden das Gericht ab.

Fazit

Der Kohlrabi kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Speziell in Deutschland gilt er als beliebtes Gemüse, welches sich leicht zubereiten lässt. Hier werden die Haupterzeugung und der wesentliche Verzehr Europas verzeichnet. Die unterschiedlichen Möglichkeiten beim Zubereiten und die vielfältigen Menüvariationen machen den Kohlrabi zu einem echten Helden in der Küche. Und auch die Kleinen Gourmets können ihre wahre Freude am Gemüse entwickeln – speziell mit kleinen Tricks wie dem Ausstechen von Sternen- oder Herzformen. Probieren Sie ruhig eigene Ideen aus oder versuchen Sie die zahlreichen Rezepte für das leckere Gemüse!