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Ein Vergleich: Damit der Strompreis nicht zu teuer wird

Welchen Anbieter und welchen Tarif soll ich wählen? Diese Frage stellen sich Verbraucher vor allem, wenn sie umziehen und Telefon sowie Strom anmelden müssen. Und just bei dieser Frage erwartet sie ein regelrechter Blick in den Dschungel. Denn bis Ende der 1990er Jahre war der Strommarkt in Deutschland reguliert. Das heißt: Die Verbraucher konnten lediglich mit ihrem lokalen Anbieter vor Ort einen Versorgungsvertrag abschließen.

Das hat sich nach der Liberalisierung 1998 gründlich geändert: Nunmehr haben die Verbraucher die Möglichkeit, den Strom von jedem beliebigen Anbieter zu beziehen, selbst wenn dieser seinen Sitz am anderen Ende der Republik hat. Die Verbraucher haben also die Qual der Wahl, von wem sie ihren Strom beziehen wollen. Das wiederum ist angesichts der Vielzahl an Anbietern alles andere als einfach, weil diese außerdem unterschiedliche Tarife anbieten.

Alles besser für den Verbraucher?

Eigentlich könnte man meinen, dass die Verbraucher von der Liberalisierung ausschließlich profitieren. Geht es beispielsweise um Telefon- oder Mobilfunkverträge haben die Verbraucher mittlerweile ebenfalls die Qual der Wahl und zahlen seit der Liberalisierung dieses Marktes erheblich weniger für die Gesprächsminute als zuvor. Und ein Ende der Abwärtsspirale bei den Preisen ist noch lange nicht in Sicht.

Auf dem Strommarkt dagegen ging die Entwicklung der Preise genau in die gegenteilige Richtung: Zahlten sie für die Kilowattstunde Strom im Jahr 2000 noch 13,94 Cent, waren es 2019 schon 30,22 Cent. Die Strompreise haben sich seit der Liberalisierung also mehr als verdoppelt. Umso wichtiger ist es für die Verbraucher, die Preise gründlich miteinander zu vergleichen. Das gilt übrigens auch für Bestandskunden. Diese sollten ebenfalls die aktuellen Angebote regelmäßig mit ihrer eigenen Stromrechnung vergleichen. Unter Umständen müssen diese nicht einmal den Anbieter wechseln, weil ihr eigener vielleicht sogar einen günstigeren Tarif anbietet, in den sie wechseln können.

So einfach lassen sich die Preise für Strom vergleichen

Wer sich für einen neuen Stromanbieter entscheidet oder den Anbieter wechseln müsste, muss sich die Tarife der Anbieter nicht selbst zusammen suchen. Denn weil sich im Internet zahlreiche Vergleichsrechner finden lassen, ist der Stromvergleich mit wenigen Mausklicks binnen einiger Minuten erledigt. Wer den Vergleich starten möchte, muss lediglich seinen jährlichen Stromverbrauch parat haben und seine Postleitzahl in die Maske des Rechners eingeben. Anschließend werden dem interessierten Seitenbesucher günstige Angebote, die für ihn in Frage kommen, angezeigt. Sobald sich der Verbraucher für einen Anbieter entschieden hat, kann er auch gleich den Vertrag online abschließen. Wechselt der Verbraucher von einem Anbieter zu einem anderen, übernimmt der neue Anbieter die für den Wechsel notwendigen Modalitäten.

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