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Blumenkohl zubereiten – so kochen Sie köstlichen Blumenkohl!

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Vom milden weißen Blumenkohl lassen sich selbst kindliche Kochkritiker überzeugen, die in der Regel jedes grüne Gemüsestückchen auf ihrem Teller verschmähen. Obgleich dem Kohl die kräftige Farbe fehlt, ist er trotzdem reich an Vitamin C und wichtigen Mineralstoffen. In der Küche ist Blumenkohl vielseitig verwendbar – einige Tipps und Anregungen zum Zubereiten geben wir Ihnen im Folgenden.

Blumenkohl – eine interessante Zutat

Blumenkohl, auch Karfiol, Käse- oder Traubenkohl genannt, stammt ursprünglich aus Kleinasien. Im 6. Jahrhundert brachten die Kreuzfahrer Samen aus dem Gebiet der heutigen Türkei nach Italien mit; im 16. Jahrhundert wurde der weiße Kohl schließlich in ganz Europa angebaut. Neben den bekannten weißen Sorten werden auch grüne und violette Blumenkohlformen gezüchtet – ihre Blütenstände sind während des Wachstums nicht vollständig in die Hüllblätter eingeschlossen und färben sich durch die zusätzliche Lichteinstrahlung ein. Eine weitere Variante des Blumenkohls ist der Romanesco, dessen hellgrüne Blütenstände durch ihre fraktal-symmetrische Anordnung faszinieren.

Blumenkohl frisch kaufen – worauf ist zu achten?

Blumenkohl erhalten Sie während der Saison auf dem Markt, im Einzelhandel und im Discounter.

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  • Saison: Die Erntesaison für Blumenkohl dauert von April bis Dezember. Tiefgekühlte Ware erhalten Sie zudem das ganze Jahr über.
  • Lagerung: Falls Sie frischen Blumenkohl ein paar Tage im Kühlschrank lagern möchten, sollten Sie zunächst sämtliche Blätter und den Strunk entfernen. Waschen Sie den Kohlkopf vor dem Einlagern nicht, andernfalls wird er zu feucht und es droht Pilzbefall. In Frischhaltefolie gewickelt hält sich Blumenkohl bis zu 10 Tage lang im Gemüsefach des Kühlschranks. Achten Sie darauf, den Kohl nicht in der Nähe von Äpfeln und Tomaten aufzubewahren; diese Früchte dünsten Reifungsgase aus, welche den Blumenkohl schneller verderben lassen.
  • Optik: Der Blütenstand des Kohls sollte beim Kauf eine frische weiße Farbe haben und auch seine Blätter sollten nicht welk sein. Entdecken Sie kleine schwarze Pünktchen oder dunkle Flecken auf den Blumenkohlröschen, entsorgen Sie das Exemplar lieber. Auch wenn das Gemüse anfängt, intensiv nach Kohl zu riechen, sollten Sie es nicht mehr verwenden.
  • Einfrieren: Blumenkohl eignet sich gut für die Lagerung im Tiefkühlfach. Blanchieren Sie die Röschen dafür 3 Minuten lang in kochendem Salzwasser und schrecken Sie sie im Eiswürfelbad ab. Anschließend frieren Sie das Gemüse portionsweise in Gefrierbeuteln oder geeigneten Dosen ein.

Blumenkohl zubereiten – so geht´s:

Sie können den Blumenkohl kochen, dämpfen oder braten – seine Vorbereitung gestaltet sich jedes Mal gleich.

Vorbereitung – Blumenkohl putzen

Um den Blumenkohl von seinen Blättern zu befreien, schneiden Sie unten am Stielansatz etwa eine 2 bis 3 Zentimeter starke Scheibe ab. Anschließend lassen sich die Hüllblätter gut ablösen. Waschen Sie den Kohlkopf unter kaltem Wasser und schneiden Sie den Strunk kreuzweise ein, falls Sie ihn im Ganzen kochen wollen. Die einzelnen Röschen lassen sich sowohl per Hand aus dem Kopf herausbrechen oder abschneiden. Auch wenn sich Blumenkohl im Ganzen kochen lässt, schmecken die Röschen natürlich am besten.

Variante 1: Blumenkohl kochen

  1. Schritt: Lassen Sie Salzwasser in einem Topf aufkochen.
  2. Schritt: Legen Sie den ganzen Kohlkopf oder die einzelnen Röschen hinein und garen ihn 15 (Röschen) bis 25 Minuten (ganzer Kopf) lang. Wenn Sie zusätzlich einen Teelöffel Zucker ins Kochwasser geben, erhält das Gemüse ein abgerundetes Aroma. Ein Schuss Milch oder Zitronensaft im Kochtopf lassen den Kohl seine helle Farbe behalten.
Serviertipp: Klassisch wird gekochter Blumenkohl zum Servieren mit in Butter angebräunten Semmelbröseln bestreut. Die knusprigen Butterbröseln (Semmelbrösel in Butter geörtstet) sind eine Köstlichkeit und lassen sich einfach zubereiten. Auch eine leckere Soße steht dem Kohl gut zu Gesicht!

 

Variante 2: Blumenkohl dämpfen

  1. Schritt: Befüllen Sie einen Kochtopf etwa 2,5 Zentimeter hoch mit Wasser und bringen Sie es zum Kochen. Geben Sie etwas Salz zum Kochwasser sowie den Schalenabrieb von einer Zitrone. Die ätherischen Öle verleihen dem Blumenkohl beim Garen eine feine Geschmacksnote.
  2. Schritt: Setzen Sie einen Dämpfeinsatz in den Topf ein. Wenn Sie keinen Dämpfkorb besitzen, verwenden Sie einfach ein passendes Küchensieb. Achten Sie darauf, dass der Einsatz mit dem Wasser nicht in direkte Berührung kommt.
  3. Schritt: Legen Sie die Blumenkohlröschen in den Dämpfkorb, setzen Sie den Deckel auf und garen Sie das Gemüse auf diese Weise 13 bis 18 Minuten lang. Auch hier können Sie das Gemüse mit knusprigen Butterbröseln oder Soße verfeinern.

Variante 3: Blumenkohl braten

  1. Schritt: Schneiden Sie den Blumenkohl-Kopf in gleichmäßige Scheiben von 1 bis 1,5 Zentimetern Dicke.
  2. Schritt: Erhitzen Sie Öl in einer weiten Pfanne und legen Sie den Blumenkohl hinein.
  3. Schritt: Braten Sie die Blumenkohlscheiben mit einem Deckel abgedeckt bei mittlerer Temperatur etwa 6 Minuten lang. Zwischendurch wenden Sie die Stücke regelmäßig, damit sie nicht in der Pfanne anbrennen.
  4. Schritt: Danach reduzieren Sie Temperatur auf kleine Flamme und braten die Blumenkohlscheiben in offener Pfanne weitere 4 bis 6 Minuten lang. Währenddessen würzen Sie das Gemüse mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und fügen nach Geschmack ein paar Löffel Mandelblättchen hinzu.

Bekannte Gerichte und Rezeptideen

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Blumenkohl lässt sich wunderbar als Beilage zu Fleisch und Fisch servieren; in manchen Gerichten spielt der weiße Kohl allerdings selbst die Hauptrolle:

  • Blumenkohl mit Béchamelsauce: Für diesen Klassiker stellen Sie zunächst eine Mehlschwitze her. Dafür dünsten Sie eine gewürfelte Zwiebel in Butter glasig und rösten 4 Esslöffel Mehl kurz mit an. Gießen Sie mit einem halben Liter Milch auf und würzen Sie die Soße mit Salz, Pfeffer, Muskat und einem Lorbeerblatt. Lassen Sie die Sauce 5 Minuten lang köcheln und rühren Sie anschließend 50 Gramm geriebenen Käse ein. Die Béchamelsauce gießen Sie zum Schluss in einer Auflaufform über den gegarten Blumenkohl und überbacken alles im Ofen etwa 5 Minuten lang bei 225 Grad.
  • Blumenkohl orientalisch: So verleihen Sie gegarten Blumenkohlröschen ein Aroma wie aus 1001 Nacht: Vermischen Sie das Gemüse in einer Schüssel mit zwei zerkleinerten Knoblauchzehen, 1 Teelöffel Kurkuma, 1 Teelöffel Kreuzkümmel, 1 Messerspitze Kardamom und einer Prise Koriander. Der auf diese Weise verfeinerte Blumenkohl erhält durch das Kurkumapulver eine appetitlich gelbe Farbe. Anschließend braten Sie die gewürzten Röschen in heißem Erdnussöl zwei bis drei Minuten lang knusprig und schmecken sie mit Salz und Zitronensaft ab.
  • Blumenkohlrohkost: Auch roh lässt sich Blumenkohl wunderbar im Salat genießen. Dafür raspeln Sie das Gemüse grob und mischen es nach Belieben mit weiteren Zutaten. Dafür eignen sich z.B. Paprika, Salatgurken oder Äpfel. Ein gehaltvolles Dressing aus Essig, Öl, Senf, Crème fraiche und Mayonnaise setzt dem knackigen Kohl einen geschmackvollen Rahmen.

Fazit

Blumenkohlpüree, Blumenkohl im Ausbackteig, Blumenkohlcremesuppe, Kohl als Gratin überbacken…wie bei vielen traditionellen Gemüsesorten sind auch beim Blumenkohl die Möglichkeiten für Rezepte scheinbar endlos. Wichtig ist, dass Sie frische und einwandfreie Ware einkaufen und zubereiten – die schmeckt auch in der simpelsten Zubereitung mit knusprigen Butterbröseln köstlich.

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