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Portable Klimageräte – schnelle und günstige Abhilfe bei einer Hitzewelle

Die heißen Tage am Badesee zu verbringen, ist nicht jedem vergönnt. Wenn sich die Hitze in der Mietwohnung sammelt, den Schlaf und das allgemeine Wohlbefinden empfindlich störend, liegt der Gedanke an ein mobiles Klimagerät nahe. Wer in den nächsten Baumarkt läuft und sich das billigste Gerät kauft, ohne sich vorher zu informieren, könnte eine unangenehme Überraschung erleben. Ein Klimagerät Test informiert über die aktuellen Modelle.

Was kann ein mobiles Klimagerät?

Grundsätzlich ist eine portable Klimaanlage in der Wohnung eine feine Sache: Im Homeoffice bleibt der Kopf kühl und das Herumdrücken vor dem geöffneten Kühlschrank hat ein Ende. Bei guter Wartung sind in der klimatisierten Luft weniger Allergene zu finden, als in normaler Luft und viele Geräte entfeuchten die Luft. Mobile Geräte lassen sich jederzeit ohne bauliche Veränderungen auf- und abbauen. Sie stehen daher dort zur Verfügung, wo sie gerade gebraucht werden, beispielsweise in der Wohnung, im Büro oder im Camper.

Worauf beim Kauf zu achten ist

Portable Klimageräte sind weniger effizient als ihre großen Schwestern, die fest installierten Klimaanlagen. Sie verbrauchen deutlich mehr Strom. Damit sich die portable Klimaeinheit nicht in einen nutzlosen Stromfresser verwandelt, ist es sinnvoll vor dem Kauf, den Kühlbedarf zu ermitteln. Das Raumvolumen ist mit einem Faktor zu multiplizieren, der von der Lage und den Eigenschaften des Raumes abhängig ist, um die notwendige Kühlleistung zu erfahren.

Mit Faktor 15 werden gut isolierte Räume, Keller, schattige Räume, Zimmer mit wenigen Fenstern und Räume mit wenigen Wärmequellen (beispielsweise Elektrogeräte) multipliziert. 20 ist der Multiplikator für durchschnittliche Räume, die Sonneneinstrahlung, Anzahl der Fenster, Anzahl der Wärmequellen und der Isolierung betreffend. Verfügt ein Raum über viele Fenster, ist schlecht isoliert oder mit vielen Wärmequellen ausgestattet, beträgt der Faktor 35. Für Technikräume und Räume wie Dachgeschosse mit vielen Fenstern oder Wintergärten ist ein Faktor von 70 zu empfehlen. Das Produkt ergibt die erforderliche Kühlleistung in Watt. Bei der Angabe von BTU/h: 1000 BTU/h sind 293 Watt. Bei der Energieeffizienzklasse lohnt es sich, genau hinzuschauen. Eine A-Klasse klingt gut, ist allerdings bei einem System, das bereits über A+++ verfügt, bestenfalls ein D.

Wasser-Luft-Systeme sind effizienter als Luft-Luft-Systeme, außerdem verbrauchen sie weniger Energie. Allerdings ist es bei Wasser-Luft-Systemen erforderlich, das Kondenswasser regelmäßig wegzuschütten. Da sich der Kompressor für das Kühlmittel im Monoblockgerät befindet, ist kein portables Gerät wirklich leise. Ein Klimagerät mit einem angegebenen Geräuschpegel unter 50 Dezibel wird als leise gehandelt. Zur Verdeutlichung: Ein normales Gespräch erreicht etwa 60 Dezibel. Bei einem Unterschied von zehn Dezibel ist mit der Verdopplung der Lautstärke zu rechnen.

Das Gerät sollte eine ausreichende Schlauchlänge für die geplanten Standorte aufweisen. Eine Verlängerung des Schlauches ist nicht empfehlenswert, da das entstehende Kondenswasser in das Gerät zurücklaufen und es irreversibel beschädigen kann. Die Anzahl der Schläuche betreffend, sind Systeme mit zwei Schläuchen effizienter als Klimageräte mit einem Schlauch.

Abschließende Hinweise bei der Nutzung eines portablen Klimagerätes

Eine Differenz von maximal sieben Grad Celsius zur normalen Lufttemperatur sollte nicht überschritten werden, um Schwindelanfällen und Muskelverspannungen vorzubeugen. Geräuschempfindlichen Menschen ist zu empfehlen, die Raumtemperatur vor dem Schlafzyklus herunterkühlen und das Gerät vor dem Einschlafen auszuschalten. Gegebenenfalls ist – bei toleranten Nachbarn – ein Splitgerät anzuraten, dessen Kompressor im Außenbereich steht.

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